Logo - Journal der Monderkundungen - Apollo 12

Überarbeitete Transkription und Kommentare © Eric M. Jones

Übersetzung © Thomas Schwagmeier u. a.

Alle Rechte vorbehalten

Bildnachweise im Bilderverzeichnis

Filmnachweise im Filmverzeichnis

MP3-Audiodateien: Ken Glover

Aufwachen und Vorbereitung auf EVA-2

  1. Audiodatei (, MP3-Format, 1,3 Mb) Beginnt bei mit einem Zwischenbericht des PAONASAPAOPublic Affairs Office bei

    Das PAONASAPAOPublic Affairs Office der NASANASANASANational Aeronautics and Space Administration berichtet bei , dass Pete und Al laut Flugarzt nicht mehr schlafen. Da Pete bei schon wieder aussteigtnur Stunden nach der Meldungsind sie vermutlich schon seit einer ganzen Weile auf den Beinen, um Petes Anzug anzupassen. Siehe auch die Kommentare nach 122:37:27. In der Technischen Nachbesprechung am sagte Pete, er habe etwa geschlafen und dann Al wecken müssen, damit der ihm beim Verlängern der Anzugbeine hilft. Pete sagte auch, dass Al dafür gebraucht hat. Im Zeitplan waren vom Aufstehen bis zum Beginn der EVANASAEVAExtravehicular Activity normalerweise vorgesehen. Tatsächlich beginnen sie mit der zweiten EVANASAEVAExtravehicular Activity bei , in ungefähr . Sie haben also die Anzugbeine bereits verlängert, frühstücken schnell noch etwas und durchlaufen im Anschluß zügig die EVANASAEVAExtravehicular Activity-Vorbereitungen. Pete meldet sich vermutlich unmittelbar, nachdem sie mit seinem Anzug fertig sind. Wenn das gedauert hat, sind sie bei aufgestanden. Nehmen wir des Weiteren Pete beim Wort und setzen Schlaf an, ist er gegen eingeschlafen, eine knappe Stunde nach seinem letzten Funkspruch gestern.

    Audiodatei (, MP3-Format, 2,8 Mb) Beginnt bei .

  2. Conrad: Hallo Houston, Intrepid. Wie geht es euch heute Morgen?

  3. Weitz: Guten Morgen, Intrepid. Wie habt ihr geschlafen?

  4. Conrad: Nicht sehr lange aber gut. Wir sind schon voll dabei. Wir frühstücken gleich, haben unsere Besprechung mit euch und machen uns dann an die Arbeit.

  5. Weitz: Hört sich gut an.

  6. Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Bean (lachend): Das ist typisch Conrad: Wir halten euch auf dem Laufenden. Wir sind weit voraus. Wir sind dabei.

    Conrad: Genau, und Stör uns nicht.

    Bean: Sieh zu, dass du mitkommst. Wir sind vorneweg und warten nicht. Eine klassische Conrad-Meldung.

  7. Bean: Houston, Intrepid. Wie spät ist es bei euch, Paul?

  8. Weitz: Bei uns ist es gerade , Al. oder )

  9. Bean: Verstanden.

  10. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

  11. Conrad: Okay, Houston. Wir haben beide geschlafen. Mein PRDNASAPRDPersonal Radiation Dosimeter zeigt 11020 und das von Al 04021.

  12. Der Wert auf Petes Dosimeter ist seit der letzten Meldung unverändert, während sich die Anzeige bei Al um eine Einheit erhöht hat, d. h. 0,01 RadNASARadRadiation Absorbed Dose. Die Zähler sind vor dem Flug nicht auf Null gestellt worden, damit es keine Verwechslung geben kann. Ihre durchschnittliche Hautdosis für die gesamte Mission lag bei 0,58 RadNASARadRadiation Absorbed Dose, hauptsächlich aufgenommen bei den zwei Passagen durch den Van-Allen-Gürtel während des Fluges zum Mond und wieder zurück. Dave Hardin möchte das ins Verhältnis setzen. Er sagt, dass bei einer normalen Röntgenaufnahme vom Brustkorb ca. 0,1 RadNASARadRadiation Absorbed Dose aufgenommen werden. Und weiter, dass jeder Mensch auf der Erde einer natürlichen Strahlenbelastung von jährlich 0,2 bis 0,3 RadNASARadRadiation Absorbed Dose ausgesetzt ist, je nachdem wo er lebt.

  13. Weitz: Verstanden, Intrepid. Eine Frage: Pete, kannst du aus dem Fenster das ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package sehen?

  14. Conrad: Sicher.

  15. Weitz: Okay. Worum ich dich bitten möchte, falls es dir möglich ist: Die Daten vom CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment entsprechen nicht ganz dem, womit man gerechnet hat. Du könntest mit dem Monokular kurz hinschauen und so vielleicht sehen, ob es mit der richtigen Seite nach oben liegt und ob der Sensor geöffnet ist. Ende.

  16. Ulli Lotzmann sagt, das Monokular 10×40 basierte auf einem handelsüblichen Fernglas der Ernst Leitz GmbH aus Deutschland und wurde vom Zentrum für bemannte Raumfahrt (MSCNASAMSCManned Spacecraft Center) in Houston entsprechend modifiziert.

  17. Conrad: Okay. Warte kurz. (Pause) Als wir gestern dort weg sind, lag es wegen des (störrischen) Kabels nicht besonders günstig. Und ich wäre nicht überrascht, wenn es auf dem Kopf steht, mit der Öffnung nach unten, weil es genau diese Lage einnehmen wollte.

  18. Weitz: Ja, verstanden, Pete. Nach dem Kommando zum Öffnen der Sensoren, ist der Druck im Inneren nicht so schnell gesunken, wie man erwartet hatte.

  19. Bean: Beim Weggehen, Houston, lag es mehr oder weniger auf dem Rücken, ungefähr 80° nach oben. Besser haben wir es nicht hingekriegt.

  20. Weitz: Okay. Verstehe. (lange Pause)

  21. Conrad: Leider ist es, von mir aus gesehen, hinter dem SIDENASASIDESuprathermal Ion Detector Experiment, Houston. Aber es scheint noch genauso zu liegen, wie wir es gestern verlassen haben. Wir laufen noch mal kurz hin, wenn wir draußen sind.

  22. Weitz: Okay. Danke, Pete. (lange Pause) Intrepid, Houston. Ich habe hier noch eine kleine Änderung für euch, die erst vor ein paar Stunden reingekommen ist. Wegen der Steine, die ihr im (Reserve-)Müllbeutel mitbringt. Grumman ist hier gewesen und ein paar Leute wollen, dass die Menge, die ihr in den Beuteln auf dem Boden mitbringt, von 35 Pfund (15,9 kg) auf 20 Pfund (9,1 kg) reduziert wird. Das wären 14 Pfund (6,4) für Steine und ein 6-Pfund-Beutel (2,7 kg).

  23. Conrad: Den Schluss habe ich nicht ganz mitbekommen. Sag es bitte noch mal.

  24. Weitz: Okay. Gleich, Pete. (lange Pause)

  25. Conrad: Houston, solange ihr das klärt. Ich würde gerne wissen, ob irgendwas dagegenspricht, dass wir eher aussteigen.

  26. Weitz: Okay. Bitte warte kurz, Pete, wir beantworten das gleich.

  27. Conrad: Okay. Ich möchte so bald wie möglich nach draußen, ohne zu hetzen. Und ich meine, wenn ich mir die Stichwortkarte für die Vorbereitungen so ansehe, dass wir das meiste schon erledigt haben, dass wir eigentlich nur noch das PLSSNASAPLSSPortable Life Support System auf den Rücken nehmen müssen und los können. Ich denke, wir schaffen es, irgendwann zwischen und auszusteigen. Lass mich noch schnell auf den Zeitplan schauen, was wir dann normalerweise tun sollen.

  28. Pete geht bei durch die Luke.

  29. Weitz: Verstanden, Intrepid. (lange Pause) Okay, Intrepid, Houston. Das geht in Ordnung, Pete. Ihr könnt euer eigenes Tempo gehen und aussteigen, sobald ihr fertig seid. Aber wir wollen natürlich vorher noch die Exkursion mit euch besprechen.

  30. Conrad: Okay. In 3 oder sage ich euch Bescheid. Wir müssen uns noch etwas zurecht machen, und beim Frühstück können wir dann über Geologie reden.

  31. Bean (lachend): Du erzählst uns was und wir sagen dir, was wir davon halten.

    Conrad: Ob wir das schaffen.

    Bean: Das ist genau die Stimmung hier.

    Jones: Conrad ist richtig in Fahrt.

    Bean: In der Tat, das ist er. Ganz typisch.

  32. Bean: Du könntest auch erzählen, was es Neues von unseren Familien gibt.

  33. Weitz: Okay, mach ich natürlich. Habt ihr die Änderung beim Materialgewicht im (Reserve-)Müllbeutel mitbekommen, dass es statt 35 Pfund (15,9 kg) nur noch 20 Pfund (9,1 kg) sein dürfen?

  34. Conrad: Verstanden. Wie weit unten ist das auf dieser Waage? Ich hab es gerade nicht parat.

  35. Weitz: Das wäre 1 Zoll (2,54 cm), Pete.

  36. Conrad: 1 Zoll (2,54 cm). Verstanden. (lange Pause)

  37. Weitz: Intrepid, Houston. Die Fernsehkamera sollt ihr wieder mitbringen. Darum habe ich für eure Oberflächen-Checkliste (Apollo 12 LM Lunar Surface Checklist) ein paar Änderungen, wo sie untergebracht werden soll. Wenn ihr zum Mitschreiben bereit seid.

  38. Conrad: Okay, einen Moment.

  39. Bean: Welche Seite?

  40. Weitz: Wir beginnen auf Seite 65 (SUR-65).

  41. Bean: Wir haben es. Fang an.

  42. Weitz: Okay. Unter dem Kasten Schlafperiode lautet die vierte Zeile VOICEVOICE. Dort bitte einfügen: Handtücher von den Hängematten in das obere Schuhfach legen. Die braucht ihr zum Einwickeln der Fernsehkamera, wie ihr gleich sehen werdet.

  43. Conrad: Dumm. Wir haben uns gerade damit sauber gemacht.

  44. Weitz: Okay. (Pause) Okay. Dann weiter auf Seite 67 (SUR-67).

  45. Conrad: Los.

  46. Weitz: Okay. Bei den EVA-2NASAEVAExtravehicular Activity-Vorbereitungen steht rechts in der 8. oder 9. Zeile: ECSNASAECSEnvironmental Control System-LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Kartusche und Halterung entfernen. Die Halterung bitte nicht entfernen. Behaltet sie an der Triebwerksabdeckung. Ende.

  47. Bean: Gute Idee.

  48. In dieser Halterung befand sich bis zum Austausch die zweite primäre LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Kartusche für das ECSNASAECSEnvironmental Control System.

    Conrad: Es gab zwei Typen bei den LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Kartuschen. Die beiden aus dem MESANASAMESAModular Equipment Stowage Assembly für die PLSSsNASAPLSSPortable Life Support System und eine für das ECS im LM. Ich glaube, die (Austauschkartusche) war in einer Halterung an der Triebwerksabdeckung und diese Halterung konnte entfernt werdenwir haben ja alles rausgeschmissen, was nicht mehr gebraucht wurde. Aber diese Halterung sollten wir für die Fernsehkamera behalten.

    Die primäre LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Austauschkartusche befand sich in einer Halterung hinter dem Triebwerk unter der hinteren Ecke des ECSNASAECSEnvironmental Control System. Hier eine Aufnahme aus dem LM-11NASALMLunar Module von Apollo 16, entstanden bei der letzten Inspektion vor dem Start, sowie der Ausschnitt von Abbildung 2.6-1 aus dem Handbuch für LM-10 (Apollo 15).

  49. Weitz: Okay. Jetzt auf Seite 77 (SUR-77).

  50. Conrad: Los.

  51. Weitz: Okay. Auf der rechten Seite unter LMPNASALMPLunar Module Pilot (Aktionen) unten nach dem vorletzten Schritt Überprüfung CBNASACBCircuit Breaker (& VOXNASAVOXVoice Activated Transmission SENSNASASENSSensitivity) bitte einfügen, dass der Sicherungsschalter für die Fernsehkamera geöffnet wird.

  52. Bean: Okay, Houston. Mit anderen Worten, die Fernsehkamera soll am Anfang eingeschaltet und dann, bevor ich aussteige, wieder ausgeschaltet werden. Ist das der Plan?

  53. Weitz: Das ist bestätigt, Al. Ich sollte das erläutern. Sie wollen erst sehen, ob es vielleicht ein kleines Wunder gab, und vor dem Aussteigen öffnest du den Sicherungsschalter dann wieder.

  54. Bean: Leuchtet ein. Ihr müsst mich aber unbedingt noch mal daran erinnern, weil das nicht in meiner Manschetten-Checkliste steht und ich diese (Oberflächen-Checkliste im LMNASALMLunar Module) dann schon weggelegt habe. Was sind eigentlich die letzten Vermutungen dazu?

  55. Weitz: Du meinst, warum sie nicht funktioniert, Al?

  56. Bean: Richtig.

  57. Weitz: Man will sich noch nicht festlegen.

  58. Bean: Mann, ich habe mir die ganze Nacht den Kopf darüber zerbrochen.

  59. Weitz: Okay. Mach dir mal keine Gedanken deswegen. Jetzt auf Seite 78 (SUR-78). (Pause)

  60. Conrad: Los.

  61. Weitz: Okay. Unter CDRNASACDRCommander. Also, wir werden das Demontagewerkzeug für Surveyor wohl auch bei der Fernsehkamera einsetzenden Bolzenschneider. Darum musst du deine Liste um ein paar Schritte ergänzen, Pete. Wir möchten, dass du das Kabel auf der Raumschiff-Seite des Verbindungssteckers durchtrennst, unter dem Adapter. Dann legst du die Kamera

  62. Conrad: Alles klar. Verstehe.

  63. Weitz: Dann legst du die Kamera in den ETBNASAETBEquipment Transfer Bag.

  64. Conrad: Okay.

  65. Weitz: Okay. Da diese Schritte auch nicht in deiner Checkliste (an der Handschuhmanschette) stehen, erinnern wir dich nachher daran.

  66. Bean: Sagt auch(hört Weitz sprechen) Genau, sie stehen nicht in der Manschetten-Checkliste.

  67. Weitz: Verstanden. (lange Pause)

  68. Conrad: Okay. Kann weitergehen, Paul.

  69. Weitz: Okay. Dann Seite 93 (SUR-93). (lange Pause)

  70. Conrad: Haben wir.

  71. Weitz: Okay. In der rechten Spalte die 4. oder 5. Zeile von unten. Bitte nach 70mm-Kameras aus dem ETBNASAETBEquipment Transfer Bag nehmen den Schritt einfügen Fernsehkamera aus dem ETBNASAETBEquipment Transfer Bag nehmen und auf die Triebwerksabdeckung legen.

  72. Bean: Okay. Nächster Schritt. (Pause)

  73. Weitz: Okay. Der steht auf Seite 97 (SUR-97), Pete. (Pause)

  74. Conrad: Weiter. (Pause)

  75. Weitz: Okay. Lasst mir eine Minute zum Durchlesen, dann formuliere ich es für euch. Wir wollen die Kamera zusammenlegen. Dann kommt sie in die LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Kartusche (meint die Halterung der Austauschkartusche).

  76. Bean: Okay. Wir sollen sie in die Handtücher einwickeln, so gut es geht, heh?

  77. Weitz: Bestätigt. Und sie wollen das(Pause) Das RestkabelDen Griff einklappen, das restliche Kabel möglichst fest um die Kamera wickeln und sie dann in die Halterung der LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Austauschkartusche an der Triebwerksabdeckung legen, mit dem Objektiv nach oben. Ende.

  78. Bean: Okay. Hat irgendjemand überprüft, ob die Kamera mit dem Kabel und dem ganzen Zeug auch reinpasst in das Gestell?

  79. Weitz: Ist bestätigt

  80. Bean: Wahrscheinlich geht es, aber ich bin nicht sicher.

  81. Weitz: Ist bestätigt. Sie haben und

  82. Bean: Upps. (Pause) Okay. Ich frage mich nur aus einem Grund, falls sieWir machen es passend.

  83. Weitz: Verstanden. Das Objektiv schaut raus. Sie haben es getestet. Das Objektiv ragt vielleicht 6 (bis) 7 Zoll (15,2 bis 17,8 cm) aus dem Kartuschenhalter und ihr sollt sie mit ein paar von den zusätzlichen Gurtbändern fixieren.

  84. Das Foto vom RHSSC im LM-Simulator des Cradle of Aviation Museum zeigt, wo die Gurtbänder verstaut waren.

  85. Bean: Machen wir. (Pause)

  86. Jones: Das ist neu für mich, dass Sie Reservegurtbänder im LMNASALMLunar Module hatten.

  87. Conrad: Betrachtet das als erledigt. Weiter.

  88. Weitz: Okay. Noch etwas zum Festmachen des Beutels mit den Extra-Proben. Sie wollen, dass ihr einen zusätzlichen GurtWartet mal kurz. (Pause) Okay. Wenn ihr den Beutel auf dem Boden zwischen euch gesichert habt, sollt ihr zusätzlich noch einen Gurt spannen, der von den Haltegurten unten hoch zum D-Ring für die ISANASAISAInterim Stowage Assembly läuft. Ende.

  89. Die ISANASAISAInterim Stowage Assembly ist ein Stück Stoff mit drei aufgenähten Taschen. Wie aus der Abbildung hervorgeht, konnte sie vor Petes PLSSNASAPLSSPortable Life Support System gehängt werden, nachdem er dieses in das Fach an der Wand hinter ihm gestellt hatte. Auf dem Foto vom Training für Apollo 11 KSC-69PC-319 (Scan: Kipp Teague) sieht man am linken Rand die Taschen hinter Neils Rücken.

  90. Bean: Okay. Machen wir.

  91. Weitz: Das waren so weit alle Änderungen für heute Morgen. Ich rufe bei euren Familien an und melde mich wieder in bis .

  92. Bean: Sehr schön.

  93. Conrad: Was ist mit Yankee Clipper, schläft er noch?

  94. Weitz: Ja, er schläft noch. (Pause) Clippers Ruhepause endet erst bei und wir wollen ihn auch schlafen lassen bis dahin, wenn er nicht vorher schon wach wird.

  95. Conrad: Okay.

  96. Weitz: Okay. Hier sind ein paar Mitteilungen für euch, die ich vorlesen möchte: Offiziere und Mannschaft der USS IndependentVerzeihungUSS Intrepid wünschen euch Dreien alles Gute. Sie verfolgen mit großem Interesse, wie ihr der amerikanischen Geschichte ein neues Kapitel über Mut und Unerschrockenheit hinzufügt. Aus der blauen Karibik wünschen sie Gute Fahrt über den großen Ozean des Weltraums und sind in Gedanken und mit ihren Gebeten bei euch.

  97. Conrad: Vielen Dank.

  98. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Audiodatei (, MP3-Format, 3,2 Mb) Beginnt bei .

  99. Conrad: Hört malHouston, Intrepid. Ich beende P-06 und lege den Computer wieder schlafen.

  100. Weitz: Bitte warten. (lange Pause)

  101. Marv Hein merkt an, dass Pete bei , ebenfalls von sich aus, den Computer aus dem Ruhemodus geholt hat und Programm 06 laufen ließ. Hier wird ein weiteres Mal deutlich, wie sehr Pete Conrad bei Apollo 12 das Sagen hatte und dass er Houston hinzuzog, wenn er es für angebracht hielt.

  102. Conrad: Okay, Houston. Ich habe wieder so einen 1105-Alarm, das heißt Übertragung zum Raumschiff zu schnell. Ich weiß nicht, wieso das andauernd passiert, aber es passiert. Ich mache einfach weiter und schalte ihn wieder in den Ruhemodus.

  103. Weitz: Ist in Ordnung, Pete. (lange Pause)

  104. Marv Hein meint, Pete ist hier in einer ähnlichen Situation wie bei nach der ersten EVANASAEVAExtravehicular Activity.

  105. Conrad: Okay. Er ist wieder im Ruhemodus.

  106. Weitz: Verstanden.

  107. Unterbrechung des Funkverkehrs.

  108. Weitz: Hallo Intrepid, Houston. Ich habe den aktuellen Stand der Reserven, wenn ihr wollt, Pete, und danach noch einen Datensatz mit Startzeiten. (Pause)

  109. Conrad: Okay. Fang an mit den Reserven und anschließend den Datensatz.

  110. Weitz: In Ordnung. RCSNASARCSReaction Control System Alpha hat 80%, Bravo hat 76, Sauerstoff sind 76 (% im Tank der Landestufe) und 96 (% im Tank der Aufstiegsstufe), Wasser 47 und 99, und (verbleibende) Amperstunden sind 850 und 572.

  111. Diese Werte entsprechen oder weichen nur leicht ab von den prognostizierten Werten im unteren Kasten rechts auf SUR-65. Dort sind es 78% und 74% für den RCSNASARCSReaction Control System-Treibstoff, 65% und 91% bei Sauerstoff, 50% und 100% Wasser sowie 901 bzw. 572 Amperestunden Strom.

  112. Weitz: Der Datensatz mit den Startzeiten für Rev 25NASAREV oder RevRevolution, das wäre , , , . Ende. (Pause)

  113. Bean: Verstanden, Houston. Die Reserven haben wir notiert und hier sind die Startzeiten: , , , .

  114. Weitz: Bestätigt, Al. (lange Pause) Hallo Intrepid, Houston. Wenn es euch interessiert, kann ich etwas zum Rendezvousradar-Selbsttest und der Laufskalenanzeige sagen

  115. Astronauten: Bitte.

  116. Weitz: Okay. Euer Rendezvousradar-Selbsttest war in Ordnung. In der Checkliste standen vorausberechnete Werte und nicht die aktuellen, daher die Differenz. Sie sind hier unten alles noch mal durchgegangen und was rauskam, war eins-a (perfekt). Der Periselen-Höhenvergleich mit der Laufskalenanzeige war ebenfalls in Ordnung. MPADNASAMPADMission Planning and Analysis Division hat es mit dem tatsächlichen CSMNASACSMCommand and Service Modules-Statusvektor durchgerechnet. Sie waren zunächst etwas beunruhigt, sind dann aber zu denselben Abweichungen von der Tabelle gekommen wie ihr.

  117. Bean: Großartig.

  118. Weitz: Was sagt man dazu?

  119. Bean: Okay. Ihr denkt also, dass unsere Laufskalenanzeige beim Rendezvous korrekt sein wird? Wir können die Werte übernehmen?

  120. Weitz: Bestätigt.

  121. Unterbrechung des Funkverkehrs.

  122. Conrad: Okay, (niest) Houston. Wie wär's, wenn wir etwas über Geologie reden?

  123. Weitz: Er (Ed Gibson) kommt in einer Minute, Pete.

  124. Conrad: Okay. (lange Pause)

  125. Gibson: Pete und Al, Houston. Wir würden euch jetzt die Streckenführung geben.

  126. Conrad: Ho, ho, ho. Guten Morgen.

  127. Gibson: Guten Morgen, Guten Morgen. Wir können dafür LSE 7-6G nehmen. Auf dieser Karte lässt es sich am einfachsten nachvollziehen.

  128. Conrad: Genau die habe ich gerade in der Hand.

  129. Das ist die Karte der geplanten Streckenführung für Landestelle 4. Natürlich ohne die nachträglich eingezeichnete fette Linie auf der Kopie vom PAONASAPAOPublic Affairs Office, die hier verwendet wird.

    NASANASANASANational Aeronautics and Space Administration-Foto S69-59538 zeig den tatsächlich zurückgelegten Weg.

  130. Gibson: Okay. Zuallererst, unsere beiden Hauptziele sind die Krater Bench und Sharp. Dabei können wir der bereits diskutierten Strecke weitgehend folgen. Ich gebe euch nur die Zusatzinformationen, die ihr nicht in euren Unterlagen habt, und würde gerne noch besprechen, wie wir den Besuch beim ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package da einarbeiten. Eure erste Station auf dem Weg ist Krater Head, den wir (bei der im Voraus geplanten Strecke) mit 'f' im Kreis bezeichnet haben. Wegen des Abstechers zum ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package möchten wir die Stelle allerdings an den nordwestlichen Rand des Kraters verlegen, Koordinaten R,0/11,0 (12,0 auf unserem Exemplar von LSE 7-6G). Und dort macht ihr dann alles, was bei Head vorgesehen ist. Das heißt, zwei Teil-Panoramen über den Krater hinweg sowie die Dokumentation der Absenkungen und Gesteinsvorsprünge. Weil das PSENASAPSEPassive Seismic Experiment nicht weit weg ist, würden wir darüber hinaus gerne sehen, ob sich für das Seismometer ein Signal mit bekannter Ursache erzeugen lässt. Ihr könntet also, falls möglich, einen großen Krater(korrigiert sich) großen Gesteinsbrocken runterrollenErsteres wäre etwas schwieriger gewesen. Rollt einen großen Gesteinsbrocken in den Krater und fotografiert ein Stereo-Bildpaar von dem rollenden Brocken

  131. Bean: Gut die Kurve gekriegt. (Pause)

  132. Gibson: Fotografiert ein Stereo-Bildpaar von dem Brocken, bevor ihr ihn runterrollen lasst, und nach dem Rollen ein Stereo-Bildpaar von der Spur, die er hinterlassen hat. Okay, das war Punkt 1. Habt ihr alles verstanden?

  133. Conrad: Jawohl, Sir! Rock 'n' Roll! (Gelächter im LMNASALMLunar Module)

  134. Bean: (lachend) Hey, solche Sachen haben wir reichlich trainiert bei den Geologie-Exkursionen.

  135. Ich wollte Näheres zu Rock 'n' Roll bei den geologischen Exkursionen erfahren.

    Bean: Eigentlich immer bei diesen Ausflügen.

    Conrad: Wir haben uns rangehalten!

    Bean: Sogar bei den Exkursionen, wo wir uns ranhalten mussten. Wenn wir bei irgendwelchen Kratern auf Hawaii waren. Wir haben am Rand liegende Brocken reingeschubst und geschaut, ob sie springen, und diese Sachen.

    Jones: Was man als Erwachsener eben so macht.

    Conrad (lachend): Ganz genau!

    Bean: Was Erwachsene eben so machen, zum Spaß. Und wir haben das öfter gemacht (bei den ersten Exkursionen, bevor sie für Apollo 12 benannt waren). Im späteren Training nicht mehr so viel. Ich habe bei den Exkursionen gesagt und das war am Anfang des Trainings, als wir nach Island oder irgendwohin geflogen sind. Man musste sich ja irgendwie beschäftigen! Lieber Gott! Fünf, sechs Tage auf diesen Steinhaufen. Wahrscheinlich muss man Geologe sein, um das zu mögen.

    Pete und Al werden von Don Wilhelms in seinem Buch To a Rocky Moon nicht unbedingt in die Reihe der besonders hervorzuhebenden Geologiestudenten gestellt. Aber er schreibt, Nach allem was ich gehört habe (von den Geologen, die mit beiden das missionsspezifische Training durchführten), schienen sie sich für die geologischen Aspekte ihrer Mission interessiert zu haben.

  136. Conrad: (immer noch lachend) Wir haben euch schon verstanden. Machen wir weiter ab Head.

  137. Gibson: (lachend, und im Hintergrund das Lachen der Leute im Flugkontrollzentrum) Verstanden. Wir haben hier ein paar zufriedene Geologen. Uel Clanton ist auch da. Und er ist sicher, dass ihr unterwegs etwas Zeug finden werdet.

  138. Conrad: (lachend) Zeug liegt hier überall herum.

  139. Ulrich Lotzmann, mit Pete Conrad befreundet, hat im Pete mit Zeug gezeichnet. Siehe auch den Kommentar nach 115:15:47.

  140. Gibson: Okay. Nach dieser ersten Station könnt ihr zum ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package rauslaufen. Was das CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment betrifft, Hauptsache es liegt auf dem Rücken. Wir würden trotzdem gerne noch einmal von euch hören, dass ihr versucht habt, es normal hinzulegen. Und dass die einzige Möglichkeit darin bestand, es auf den Rücken zu legen.

  141. Conrad: Ja. Aber wir wollen andersrum laufen. Erst das ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package und dann zu (Station) 1. (Pause) Damit meine ich Krater Head.

  142. Gibson: Okay. Schön. Wie ihr wollt. (Pause) Ja, wenn ich mir die Geometrie ansehe

  143. Conrad: Okay, lass mich noch Folgendes sagen, wenn du schon dort bist. Ich kann Krater Bench aus meinem Fenster sehen, Krater Sharp nicht. Wie es aussieht, wäre es relativ einfach, zum ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package zu gehen und anschließend zu den Koordinaten bei Krater Head. Und Head sehe ich mir gerade an. Da liegen etliche Brocken, die sicher geeignet sind und die wir den Abhang herunterrollen können. Wahrscheinlich mit einem Astronauten gleich hinterher. Wir versuchen es auf jeden Fall. Und die nächste Station ist dann Sharp? Wenn ja, dann weiter.

  144. Conrad: Nein, Pete. Die nächste Station ist Krater Bench, danach kommt Sharp.

  145. Conrad: Okay.

  146. Gibson: Wir würden gerne

  147. Conrad: Ich würde es gerne andersrum machen, in einer Runde.

  148. Auf der Karte für Landestelle 4 ist Station 'b' im Kreis an der Südwestseite von Krater Bench eingetragen. Ohne diese Stelle zu verlegen, wäre es besser, zuerst bei Sharp anzuhalten. Dadurch würden sie vermeiden, zwischen beiden Kratern zweimal denselben Weg gehen zu müssen.

  149. Gibson: Wir wollten auch den Punkt 'b' im Kreis bei Krater Bench vom Südwest- an den Nordwestrand verschieben, genau gegenüber.

  150. Conrad: Okay. Verstehe. Gib mir die Koordinaten und dann halten wir uns an euren Vorschlag.

  151. Gibson: Okay. Die Koordinaten sind M,0/10,0. Dann seid ihr oben auf der Nordseite.

  152. Conrad: Zwei Dumme, ein Gedanke. Genau da war ich auch (mit dem Stift).

  153. Im Folgenden bezieht sich Ed Gibson auf die Aufgabenbeschreibung für eine Exkursion bei Landestelle 4, die der Kartensammlung an Bord des LMNASALMLunar Module beilag. Im Artikel Karten der Mondoberfläche für Apollo 12 (Apollo 12 Lunar Surface Maps) wird ebenfalls auf diese Besprechung der eingegangen.

  154. Gibson: Verstanden. Okay, der bereits besprochenen Planung würden wir gerne noch drei Aufgaben hinzufügen. Von den interessanten Stellen in Krater Bench macht bitte Stereo-Bildpaare, speziell von der Gesteinskante. Stellt fest, ob die Kante an der Grenze zum Regolith Grundgestein ist oder Brekzie. Und, wenn es Grundgestein ist, nehmt Ejekta-Proben, die charakteristisch für die Gesteinskante sind, oder sogar Proben von der Kante selbst, falls das möglich ist. Und als Letztes

  155. Bean: Verstehe.

  156. Zu diesem Zeitpunkt während des Apollo-Programms war nicht genau bekannt, wie stark die Schicht aus Regolith tatsächlich ist. Aber man ging davon aus, dass einmal die Tiefe von Kratern mit Gesteinsbrocken am Rand, und zum Zweiten die Tiefe der Gesteinskanten in größeren Kratern gute Anhaltspunkte sein könnten. Die Gesteinskante repräsentiert vermutlich den Übergang zwischen dem relativ lockeren Oberflächenmaterial und dem darunterliegenden wesentlich festeren Grundgestein, den das Objekt beim Impakt durchschlagen hat. Bei Krater Bench ist ein Bruch im inneren Abhang, wie er für solche Gesteinskanten typisch ist, auf den hochauflösenden Bildern zu erkennen, die Lunar Orbiter von der Landestelle gemacht hat.

  157. Gibson: Verstanden, Al. Und als Letztes, bei Krater Bench, schaut vom Rand aus jeweils in nordwestliche und südwestliche Richtung, ob sich das Material vom Copernicus-Ausläufer erkennbar unterscheidet.

  158. Conrad: Okay.

  159. Die gepunktete weiße Linie auf LSE 7-6G bezeichnet die Grenze zum Copernicus-Ausläufer und Krater Bench ist davon nicht weit entfernt. Die Geologen wollen wissen, ob ein Unterschied zu sehen ist, wenn sie entlang oder quer zu dieser Grenze schauen.

    Ulli Lotzmann hat die Landestelle durch sein Teleskop fotografiert. Copernicus ist der große, von einem Strahlenkranz umgebene, Krater oberhalb der gelben Box.

  160. Gibson: Okay. Weiter zu Krater Sharp, Koordinate 'a' im Kreis. Als erstes möchten wir dort, dass ihr auf der Krone des Randwalls einen Graben anlegt, mit allem, was dazugehört. Und wir wollen auch unbedingt, dass ihr dort die Probe für die Gasanalyse nehmt. Wie es aussieht, ist diese Stelle am weitesten entfernt (vom LMNASALMLunar Module). Aus demselben Grund hätten wir gerne am Rand von Krater Sharp eine Bildserie für ein komplettes Panorama. Danach, das liegt bei euch, könnt ihr noch etwas weiter nach Westen in den Bereich des Copernicus-Ausläufers gehen (falls das zu unterscheiden ist) und ebenfalls

  161. Bean: Wartet mal kurz, Houston.

  162. Gibson: Okay. (lange Pause)

  163. Conrad: Okay. Kann weitergehen, Houston.

  164. Gibson: Okay. Der letzte Punkt bei Krater Sharp ist, wir möchten eine Beschreibung der Unterschiede auf beiden Seiten der Grenzlinie zwischen m1 und m2 (Bezeichnungen auf der Karte links oberhalb der Mitte) und Proben davon, falls die Unterschiede zu sehen sind, wenn ihr dort seid. (Pause) Auf eurer Karte ist das die gepunktete Linie, die in etwa von links oben nach rechts unten verläuft.

  165. Conrad: Ja. Wir haben sie. (Pause) Bis jetzt kann ich nur sagen, das wird nicht einfach sein. Schaut man quer zur Sonnen, sieht alles gleich aus. Schaut man mit der Sonne im Rücken, sieht auch alles gleich aus, es hat nur einen anderen Farbton (als die Farbe quer zur Sonnen).

  166. Gibson: Verstanden.

  167. Conrad: Es ist wirklich eigenartig. Ich bin sicher, dass man aus größerer Entfernung einen Unterschied sieht. Aber hier unten scheint erst mal alles gleich auszusehen, bis man sich über einen ganz bestimmten Stein beugt.

  168. Gibson: Verstanden. Vielleicht seht ihr keine Unterschiede in den Farben, aber achtet bitte auf unterschiedliche Gesteinsarten (und/oder Oberflächenstrukturen). (Pause) Weiter zur vierten Station

  169. Conrad: Werden wir.

  170. Gibson: bei Krater Halo, wie geplant. An der Stelle könnt ihr versuchen, die zwei Kernprobenröhren zu verbinden und damit durch die dünne Ejektadecke von Krater 6, bzw. Halo, zu kommen. Dafür muss an einer Röhre der Sicherungsstift entfernt werden und das ist dann die untere.

  171. Jede Kernprobenröhre hat einen Einsatz, der vom eindringenden Material hochgeschoben wird und sie oben abdichtet. Das untere Ende der Röhre wird nach der Entnahme mit einer Kappe verschlossen.

    Bean: Ich meine, der Sicherungsstift (siehe Abbildung 10 im Werkzeugkatalog von Judy Allton) hat verhindert, dass der Einsatz oben herausrutschen konnte. Wenn dann vorne die Kappe draufkam, war sie an beiden Seiten dicht. Wurde der Stift entfernt, müsste sich der Einsatztheoretischin die zweite Röhre gegen den nächsten geschoben haben. Das Probenmaterial würde dann beide Einsätze nach oben drücken. Sonst hätte man auch zehn Röhren zusammenstecken können, man wäre nicht tiefer als eine gekommen.

    Bean: Darum (wegen des Sicherungsstiftes) brauchten wir nur an einem Ende die Kappe, am anderen hat der Einsatz die Röhre verschlossen. Wir haben die Spitze abgenommeneine habe ich bei mir zu Hause, wie Sie wissen die Kappe draufgeschraubt und alles in den Beutel gepackt. Ohne den Stift hätten der Einsatz und das ganze Probenmaterial beim Hin- und Hertragen herausfallen können.

  172. Gibson: Bitte vermeidet dabei die steinigeren Bereiche des Kraters,

  173. Bean: Verstehe.

  174. Gibson: und falls sich die Röhren verbinden lassen, hätten wir gerne eine vom Kraterrand und eine ca. 100 Fuß (30 m) westlich davon.

  175. Laut Aufgabenbeschreibung für eine Exkursion bei Landestelle 4 gingen die Geologen davon aus, bei Krater Halo frisches, erst kürzlich an die Oberfläche gekommenes, Material zu finden, das auf dieser Strecke vermutlich am wenigsten verwitterte Material. Die Station ist ein Kompromiss zwischen der Entfernung von Kontaminationsquellen (dem LMNASALMLunar Module) und den zur Verfügung stehenden Werkzeugen. Sie wollten eine Kernprobe durch die dünne Ejektadecke von Krater Halo bis in das höchstwahrscheinlich ältere Material etwas tiefer. Zwei verbundene Kernprobenröhren würden einen längeren Abschnitt der Regolith-Säule liefern. So früh im Apollo-Programm wusste man nicht viel darüber, bis zu welchen Grad das Oberflächenmaterial von Einschlägen, die nicht das Grundgestein erreichten, umgeschichtet und durchmischt wurdedas sogenannte Umgraben.

  176. Gibson: Wenn möglich hätten wir gerne ein Panorama an der Stelle. Dann noch etwas, dass eigentlich für den ganzen Weg gilt. Dokumentiert bitte Strukturen im Boden und Staubränder bei unterschiedlichen Neigungen und verschiedenen Gesteinsbrocken, vor allem wenn euch asymmetrische Staubränder auffallen. Wir hoffenSolche Informationen von möglichst jungem Material zu bekommen, wäre für uns äußerst interessant, deshalb wollen wir das vor allem bei Krater Halo. Um Bodenstrukturen zu dokumentieren, fotografiert ihr am besten einen kleinen Bereich aus der Nähe und gegen die Sonne. So müssten sich die Muster optimal abzeichnen.

  177. Conrad: Okay.

  178. Jeder kleine Einschlag verursacht einen Krater im Regolith, bei dem das Auswurfmaterial etwa zwei oder drei Kraterdurchmesser weit herausgeschleudert wird. Liegt ein Stein in diesem Bereich, prallt das Material ab, sammelt sich am Boden und bildet nach und nach einen Staubrand um den Brocken. Bei Steinen in sehr verwitterten älteren Bereichen hat sich durch die vielen Einschläge ein deutlicher Rand gebildet, und der Rand ist relativ gleichmäßig. Steine auf jüngeren Oberflächen haben weniger ausgeprägte Ränder von vielleicht nur einem oder zwei Einschlägen. Solch ein Rand wäre eher ungleichmäßig und könnte Informationen zum mechanischen Prozess beim Umgraben liefern.

  179. Gibson: Und als Letztes (im letzten Abschnitt der vorgeschlagenen Strecke) geht ihr in den Krater Surveyor und dort haben wir Krater Block. An der Stelle (bei Krater Block) möchten wir, dass ihr Proben der hauptsächlich vorkommenden Gesteinsarten sammelt und Bilder für ein Teil-Panorama über Krater Surveyor hinweg fotografiert. Das wäre von unserer Seite erst mal alles, denke ich.

  180. Die neue Streckenführung ist auf LSE 7-6G in der vom PAO herausgegebenen Kartensammlung eingezeichnet.

  181. Conrad: Okay. Es könnte etwas schwierig werden, Krater Block zu erreichen. Möglicherweise ist es nur eine optische Täuschung, aber der Hang, auf dem Surveyor steht, scheint sehr viel steiler zu sein als 14°. Gut, wenn wir nachher drüben auf der andern Seite des Kraters stehen, sieht es vielleicht ganz leicht aus. Wir haben uns am Abend schon ein paar Gedanken zu Surveyor gemacht. Auf der Seite wird das Gelände im Krater ziemlich rau, vor allem die Gegend um (Krater) Block, soweit ich es von gestern her noch weiß. Aber wir tun unser Bestes. Ich denke, wir haben eure Anliegen jetzt einigermaßen im Kopf. Bei den einzelnen Stationen könnt ihr uns aber trotzdem noch einmal erinnern.

  182. In der Skizze auf LSE 7-6G sind einige von Petes Äußerungen offensichtlich schon berücksichtigt worden:

    • Als er während EVA-1NASAEVAExtravehicular Activity davon sprach, wie steil der Hang ist, auf dem Surveyor 3 steht (z. B. bei oder ).
    • Sein Vorschlag bei , von Westen her in den Krater zu laufen.

    Ed Gibson hat die in Houston entstandenen Ideen zur Annäherung an Surveyor 3 hier nicht weitergegeben. Vermutlich, weil Pete und Al die Lage viel besser einschätzen können, wenn sie dort sind. Erst bei , während einer kurzen Pause vor dem Abstieg in Krater Surveyor, geht Ed kurz auf die Annäherung von Westen her ein. Er bittet darum, sich der Sonde nicht direkt von unten zu nähern. Siehe auch die Erläuterungen zur Karte LSE 7-6G.

  183. Gibson: Okay, wir sagen alles an, wenn ihr auf dem Weg seid. Zur Klärung noch eine letzte Bemerkung zum CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment. Falls es so liegt, dass es in eine Richtung waagerecht zum Boden zeigt, lasst es in Ruhe. Falls es sich gedreht hat und der Sensor zum Boden zeigt, dann legt es auf den Rücken. Und wenn es schon auf dem Rücken liegt, dann ist es auch in Ordnung.

  184. Conrad: Okay. Der Deckel soll aber offen sein, richtig?

  185. Gibson: Bestätigt.

  186. Conrad: Wenn er nicht offen ist, sollen wir versuchen, ihn zu öffnen?

  187. Gibson: Einen Moment. (Lange Pause, während Gibson vom Leiter der Forschungsgruppe die Antwort bekommt.)

  188. Gibson: Pete, Negativ. Wenn er noch drauf ist, lasst es so.

  189. Conrad: Verstanden.

  190. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Audiodatei (, MP3-Format, 0,3 Mb) Beginnt bei . Das PAONASAPAOPublic Affairs Office meldet den Schichtwechsel des Flugkontrollteams.

    Audiodatei (, MP3-Format, 1,8 Mb) Beginnt bei .

  191. Conrad: Houston, kurze Frage. Wollt ihr bei Krater Head eine Kernprobe, oder fällt das weg?

  192. Gibson: Einen Moment.

  193. Unterbrechung des Funkverkehrs.

  194. Gibson: Okay, Al. Diese dritte Kernprobe hätten wir gerne bei Krater Sharp. Wenn ihr dort den Graben anlegt, kannst du auch die Kernprobe für die biologische Untersuchung nehmen.

  195. Bean: Verstehe. (lange Pause)

  196. Bei Krater Sharp sind sie am weitesten vom LMNASALMLunar Module entfernt und die Chance, von der Erde mitgebrachte Mikroorganismen könnten die Probe kontaminiert haben, ist daher am geringsten. Für den höchst unwahrscheinlichen Fall, dass im Regolith existierende außerirdische Mikroorganismen zu finden sind, wurde die biologische Kernprobe von Sharp zunächst in eine versiegelte Röhre gesteckt, die dann ihrerseits im ebenfalls versiegelten Probencontainer transportiert wurde. Sollte organisches Material in den Proben nachgewiesen werden, erhöhte sich durch diese doppelte Versiegelung die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich vom Mond kam und nicht von der Erde. In keiner der Apollo-Proben wurden Anzeichen für außerirdische biologische Aktivität entdeckt.

  197. Gibson: Intrepid, Houston. Wir wechseln hier gleich die Station und sind vielleicht für einen Moment nicht erreichbar.

  198. Bean: Danke, Houston. So ist das in Ordnung.

  199. Gibson: Es sind noch ungefähr bis zur Übergabe.

  200. Sehr lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Vom Mond aus gesehen, bewegt sich Madrid (MADNASAMADMadrid Tracking Station) aus dem Sichtfeld und für die nächsten findet die Kommunikation über die Bodenstation in Goldstone (GDSNASAGDSGoldstone Tracking Station (California)) statt. Mit dem Hinweis auf die Übergabe entspricht Ed der Bitte von Pete bei , als der Wechsel von Honeysuckle (HSKNASAHSKHoneysuckle Creek Tracking Station) zu Madrid (MADNASAMADMadrid Tracking Station) stattfand, kurz bevor EVA-1NASAEVAExtravehicular Activity bendet war.

    Audiodatei (, MP3-Format, 3,2 Mb) Beginnt bei .

  201. Bean: Houston, Intrepid.

  202. Gibson: Intrepid, Houston. Bitte Kommen.

  203. Bean: Mit dem Sonnenwindkollektor (SWCNASASWCSolar Wind Composition (Experiment)) ist etwas wirklich Interessantes passiert. Er steht ja seit gestern da draußen, und als ich ihn verlassen habe, hing die Folie ganz glatt runteroben und unten gespannt. Aber heute hat sie sich an den Stab angelegt und ab ca. 1 Fuß (30 cm) von oben wölbt sie sich sogar etwas nach hinten. Sieht fast aus wie ein Segel, das sich gegen den Stab aufbläht. Nach vorne ausgebeult und an den Seiten nach hinten durchgebogen. Sehr eigenartig. (Pause) (Nicht zu verstehen, weil Ed Gibson spricht.)

  204. Gibson: Vermutlich haben wir gerade sehr starken Sonnenwind, Al.

  205. Bean: Vielleicht hälst du das für einen Scherz. Ich weiß nicht.

  206. Gibson: Nein, Al. Ich glaube nicht, dass du scherzt. Es könnte daran liegen, dass sich die Folie vorne wesentlich mehr aufheizt als hinten. Die Rückseite strahlt Wärme ab und die Vorderseite ist wahrscheinlich sehr heiß. So etwas kann durch den Temperaturunterschied verursacht werden. (Pause) Ich bekomme hier viel Zustimmung für diese Vermutung.

  207. Bean: Klar, aber es sieht aus, als hätte sie sich um den Stab gewickelt. Das ist das Eigenartige. Als ob der Wind draufbläst.

  208. Gibson: So, dann haben wir jetzt zwei Vermutungen dazu. Vielleicht finden wir noch eine Dritte.

  209. Sehr lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Wenn Al nachher ausgestiegen ist, stellt er bei fest, dass ihn die Lichtverhältnisse getäuscht haben. Die Folie des Sonnenwindkollektors (SWCNASASWCSolar Wind Composition (Experiment)) hängt ganz normal.

    Petes nächster Funkspruch bedeutet, sie sind in der Checkliste am unteren Ende der rechten Spalte auf SUR-67, oder 132:05:00 im Flugplan (Apollo 12 Flight Plan). Sie hatten sich früher als geplant bei Houston gemeldet und konnten eine weitere herausholen, indem sie sich bereits während des Frühstücks vorbereitet und/oder mit Houston besprochen haben.

    Ein Hinweis zur Checkliste: Das -:20 oben rechts auf SUR-67 bedeutet eigentlich vor der endgültigen Kabinendekompression, die für für geplant war. Oben rechts auf SUR-68 bedeutet -:59 daher vorher und entsprechend so weiter bis :00 auf SUR-72.

    Vom PAONASAPAOPublic Affairs Office wird bei mitgeteilt, dass gleich die Pressekonferenz zum Schichtwechsel stattfindet.

  210. Conrad: Houston, Intrepid.

  211. Gibson: Intrepid, Houston. Bitte kommen.

  212. Conrad: Verstanden. Wir haben die (primäre) LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-Kartusche (im ECSNASAECSEnvironmental Control System) bei ausgestauscht. Mit den EVANASAEVAExtravehicular Activity-Vorbereitungen sind wir fast durch bis zum Anlegen des PLSSNASAPLSSPortable Life Support System. Im Moment verteilen wir das Zeug (ein Antibeschlagmittel) in unseren Helmen.

  213. Gibson: Verstanden, Pete. Ist notiert.

  214. Conrad: Verzeihung, Material.

  215. CapCom: Verstanden.

  216. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Es war möglicherweise nicht Ed Gibson, der auf Petes Material geantwortet hat.

    Conrad: Bei mir war alles Zeug. Und für Uel Clanton, der bei unserer geologischen Ausbildung meistens dabei gewesen ist, war das ein echtes Problem. Manchmal sind bei unseren Feldexkursionen die ganzen Schwergewichte dazugekommen.

    Bean: Seine Chefs, die natürlich wussten, dass er für unsere Ausbildung verantwortlich war.

    Conrad: Und ich habe weiter Zeug gesagt. Und die haben sich wohl gedacht: Der Depp weiß ja gar nichts.

    Bean (lachend): Das ist dann auf ihn zurückgefallen.

    Conrad: Uel erzählte mir, dass unten (in Houston) ein Pott rumging und einige hofften, richtig zu kassieren. Es gab eine Wette, weil er sich aus dem Fenster gelehnt hat und meinte, Keine Sorge, auf der Mondoberfläche sagt er das nicht. Da verwendet er die richtigen Wörter. Er musste dann jedes Mal einen Dollar zahlen, wenn ich Zeug sagte. (Lachen) Ich habe wirklich darauf geachtet, immer Material zu sagen. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich auf der Mondoberfläche nicht daneben getreten bin. Nur in der Kabine habe ich manchmal nicht aufgepasst.

    Im Interesse der historischen Wahrheitund gewiss nicht ohne ein Schmunzelnmuss ich hier doch etwas anmerken. Obwohl Captain Conrad während der ersten EVANASAEVAExtravehicular Activity das Wort Zeug tatsächlich nicht im geologischen Kontext verwendet hatdas heißt, ausgenommen der Gebrauch im nicht geologischen Kontext und der Gebrauch im geologischen Kontext innerhalb der Raumschiffkabinesind für EVA-2NASAEVAExtravehicular Activity doch einige Patzer zu verzeichnen. Nach sieben unmissverständlichen Beispielen für Zeug habe ich die Suche aufgegeben.

    Der Grund war selbstverständlich, dass Pete auf dem Mond von seiner Faszination für Geologie so mitgerissen und dadurch abgelenkt wurde. Nach einer oder zwei weiteren Entschuldigungen bei Clanton, ging es weiter mit der Arbeit. erfuhr ich bei einem Gespräch von Uel Clanton, dass Petes Ausrutscher ihn insgesamt 14 $ gekostet haben.

    Dave Hardin hat während EVA-2NASAEVAExtravehicular Activity 11-mal Zeug im geologischen Kontext bei Pete und 2-mal ( und ) bei Al gezählt.

    Bei unterbricht das PAONASAPAOPublic Affairs Office die Übertragung des Funkverkehrs für die Dauer der Pressekonferenz.

    Audiodatei (, MP3-Format, 2,7 Mb) Beginnt bei und enthält die vollständige Aufnahme der Pressekonferenz. Glynn Lunney berichtet, dass Pete sich bei gemeldet hat und dass beide Astronauten bereits lange vorher wach waren. Bei wird die Übertragung des Funkverkehrs fortgesetzt.

  217. Gibson: Intrepid, Houston.

  218. Bean: Kommen.

  219. Gibson: Würdet ihr bitte bestätigen, dass ihr die Halterung an der Triebwerksabdeckung für die Fernsehkamera behalten und nicht in den Müllbeutel gesteckt habtwir meinen die ECSNASAECSEnvironmental Control System-LiOHNASALiOHLithiumhydroxid-(nicht zu verstehen).

  220. Bean: Sei versichert, sie ist noch da.

  221. Gibson: Verstanden.

  222. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

  223. Gibson: Intrepid, Houston.

  224. Conrad: Bitte kommen.

  225. Gibson: Intrepid, Noch eine Bemerkung zum CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment. Auf dem Weg Wenn ihr zum CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment geht, lassen wir die Stromversorgung eingeschaltet. Bevor ihr es anfasst, möchten wir wissen, wie es liegt. Wenn wir der Meinung sind, es ist in Ordnung so, könnt ihr gleich weiterziehen. Aber wenn ihr etwas ändern sollt, müssen wir erst den Strom abschalten. Geht bitte nicht näher ran, bis wir euch Bescheid geben. Auf dem Weg dahin erinnern wir euch noch einmal daran.

  226. Conrad: Verstehe.

  227. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

  228. Gibson: Intrepid, Houston.

  229. Conrad: Kommen.

  230. Gibson: Pete, Jane (nicht zu verstehen) gratuliert dir zu deiner großartigen Leistung. Und Al, Sue hat alles verfolgt und ist begeistert, dass ihr es auf den Punkt geschafft habt. Die Kinder sind wohlauf, müde aber glücklich, und alle zusammen werden auch eure zweite EVANASAEVAExtravehicular Activity mitverfolgen.

  231. Bean: Danke, Ed.

  232. Conrad: Verstanden, danke.

  233. Lange Unterbrechung des Funkverkehrs.

  234. Conrad: Houston, Intrepid. In ungefähr kommen wir über PLSSNASAPLSSPortable Life Support System COMMNASACOMMCommunications.

  235. Gibson: Verstanden, Intrepid. Wir sind bereit.

  236. Conrad: Wir sind bei der Überprüfung der PLSSNASAPLSSPortable Life Support System COMMNASACOMMCommunications (SUR-68), falls ihr mitmachen wollt.

  237. Gibson: Verstanden. Wir sind bereit.

  238. Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Sie sind jetzt auf Seite 3-108 bei 132:25 im Flugplan (Apollo 12 Flight Plan), also voraus. Auf SUR-68 sind für die nächsten Schritte vorgesehen, aber Pete und Al machen weitere gut. Bei der Vorbereitung auf diese EVANASAEVAExtravehicular Activity sind sie beispiellos effizient.

  239. Bean: Houston, Intrepid.

  240. Gibson: Intrepid, Houston. Wir hören euch laut und deutlich.

  241. Bean: Verstanden. Ich hatte gerade auf FMNASAFMFrequency Modulation und TVNASATVTelevision gestellt (Paneel 12) und konnte euch nicht kontakten. Haben bei euch auch alle auf FMNASAFMFrequency Modulation umgeschaltet? Ende.

  242. Gibson: Ich frage nach, Al.

  243. Audiodatei (, MP3-Format, 4,3 Mb) Beginnt bei .

  244. Gibson: Intrepid, Houston. Wir sind für FMNASAFMFrequency Modulation konfiguriert. Versuchen wir es noch mal.

  245. Bean: Melden uns gleich. (Störgeräusche, lange Pause)

  246. Bean: Houston, Intrepid.

  247. Gibson: Intrepid, Houston.

  248. Bean: Okay. Wie ist die Verständigung?

  249. Gibson: Wir hören euch laut und deutlich.

  250. Bean: Okay. Wir haben auch die Fernsehkamera eben eingeschaltet.

  251. Gibson: Verstanden. (Pause)

  252. Videodatei (, RM-Format) Aufnahmen der Fernsehkamera.

  253. Conrad: (Zu Al, dessen Bestätigungen im Hintergrund zu hören sindSUR-68, Paneel 8.) VHF ANASAVHF AVery High Frequency – System AT/RNASATR oder T/RTransmit/Receive, (VHFNASAVHF BVery High Frequency – System B) B – RCVNASARCVReceive, (weiter auf SUR-69) (Audio) LMPNASALMPLunar Module Pilot: S-Band – T/RNASATR oder T/RTransmit/Receive, ICSNASAICSIntercommunications SystemT/RNASATR oder T/RTransmit/Receive, Weiterleitung – Ein (Paneel 12), Modus – VOXNASAVOXVoice Activated Transmission, VHF ANASAVHF AVery High Frequency – System AT/RNASATR oder T/RTransmit/Receive, VHF BNASAVHF BVery High Frequency – System BRCVNASARCVReceive (Paneel 12). Und jetzt deine COMMNASACOMMCommunications: VHFNASAVHFVery High FrequencyVOICE, Ein, Aus, Ein, Aus, HINASAHIHigh (Paneel 12). RANGE – Aus/Zurücksetzen (Paneel 12), Rauschunterdrückung A & B – Schwellwert +1½, (Stimmen-)Rekorder – Ein (Paneel 12).

  254. Bean (Stimmenrekorder): Läuft.

  255. Conrad: VHFNASAVHFVery High Frequency-Antenne auf EVANASAEVAExtravehicular Activity. (Paneel 12)

  256. Bean (Stimmenrekorder): EVANASAEVAExtravehicular Activity.

  257. Conrad: Rauschunterdrückung für Verbindung – Aktiv. (Paneel 14)

  258. Bean (Stimmenrekorder): Rauschunterdrückung ist Aktiv.

  259. Conrad: LMPNASALMPLunar Module Pilot an PLSSNASAPLSSPortable Life Support System COMMNASACOMMCommunications anschließen (Audio CBNASACBCircuit Breaker). (Paneel 16)

  260. Bean: Okay.

  261. Conrad: (nicht zu verstehen) PLSSNASAPLSSPortable Life Support System Modus LMPNASALMPLunar Module Pilot – A.

  262. Bean: A.

  263. Conrad: Hallo da drüben.

  264. Bean: Ich höre dich laut und deutlich, Pete.

  265. Conrad: Ich dich auch. Du solltest jetzt einen (Warn-)Ton, eine (Warn-)Anzeige für Belüftung, ein P, und eine Anzeige Druck – O haben.

  266. Bean: Alles da. (RCU-Ansicht)

  267. Conrad: PLSSNASAPLSSPortable Life Support System O2 Druckanzeige >75 (%).

  268. Bean: Ist der Fall.

  269. Conrad: Jetzt überprüfen wir die Funkverbindung bei mir. Nein. Entschuldigung, brauchen wir nicht. CDRNASACDRCommander an PLSSNASAPLSSPortable Life Support System COMMNASACOMMCommunications anschließen (Audio CBNASACBCircuit Breaker). (Paneel 11)

  270. Bean: Alles klar.

  271. Conrad: Hier, halt die (Stichwort-)Karte.

  272. Sie beginnen jetzt die rechten Spalte auf SUR-69. Pete gibt Al die Stichwortkarte, weil er möchte, dass Al jetzt die Schritte vorliest.

  273. Bean: (Paneel 8) (VHFNASAVHF AVery High Frequency – System A) A und (VHFNASAVHF BVery High Frequency – System B) B ist Aus. Okay. Mit PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Modus beim CDRNASACDRCommander auf B empfängst du kein MSFNNASAMSFNManned Space Flight Network.

  274. Conrad: Hallo da drüben. Ich höre dich laut und deutlich. Habe ein O in der Warnanzeige für Druck.

  275. Bean: Kann dich auch gut hören.

  276. Conrad: Ich habe eine Warnanzeige bei O2 und es sind 80% (Sauerstoff).

  277. Die Astronauten der J-Missionen hatten nach ihrer morgendlichen Nachfüllaktion deutlich mehr Sauerstoff in ihren Tanks.

  278. Bean: Okay. Warnanzeige P für Belüftung und Warnanzeige O für Druck. Okay, das ist, was ich habe. Normalerweise auch noch (eine Warnanzeige) für O2 am Anfang. Hast du eine?

  279. Conrad: Ich habe eine für O2, Druck und Belüftung.

  280. Bean: O2 verschwindet in einer Minute. Okay?

  281. Conrad: Ja.

  282. Bean: Okay. PLSSNASAPLSSPortable Life Support System O2 (Druckanzeige) >75%?

  283. Conrad: Jup. (RCU-Ansicht)

  284. Bean: Okay. Überprüfung der Funkverbindung (mit LMPNASALMPLunar Module Pilot)Ist erledigt. PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Modus (LMPNASALMPLunar Module Pilot)Ich stelle auf B und du auf A. (Pause) Wie hörst du mich?

  285. Conrad: Laut und deutlich.

  286. Bean: Ich dich genauso. Okay PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Modus (Beide) – ARNASAAR(System A) Relay Mode.

  287. Conrad: Okay.

  288. Bean: Wie ist die Verständigung?

  289. Conrad: Laut und deutlich.

  290. Bean: Houston, Intrepid. Wie ist die Verständigung.

  291. Gibson: Intrepid, wir hören euch beide laut und deutlich.

  292. Conrad: Sehr gut. Sehr gut.

  293. Bean: Okay, Houston. O2-Menge beim LMPNASALMPLunar Module Pilot ist 80%.

  294. Gibson: 80%. Notiert.

  295. Bean: Okay. Und beim CDRNASACDRCommander sind es auch 80%.

  296. Gibson: Verstanden.

  297. Bean: Okay. Wir ziehen jetzt den Sicherungsschalter für die Fernsehkamera. (Paneel 16)

  298. Gibson: Verstanden.

  299. Weiter auf SUR-70.

  300. Bean: Abschluss der Vorbereitungen. CB(16)NASACB(16)Circuit Breaker (Panel 16) ECSNASAECSEnvironmental Control System: Kabinendruckwiederherstellung – Geschlossen (Bestätigung). (Pause) Ist Geschlossen. Anzuglüfter ΔPNASAΔP (Delta-P)Pressure Difference – Offen. Ist Offen. (Paneel 16) CB(11)NASACB(11)Circuit Breaker (Panel 11) ECSNASAECSEnvironmental Control System: Anzuglüfter 1 – Offen (Paneel 11)

  301. Conrad: Okay.

  302. Bean: Okay. Bestätigung Warnleuchten für ECSNASAECSEnvironmental Control System & H2O SEPNASASEPSeparator COMPNASACOMPComponent – An (Paneel 2). Leuchten in auf. (Pause) Ja. Okay. Verteilerventil für die Anzugsauerstoffversorgung – Ziehen-Aussteigen.

  303. Conrad: Ich mach das.

  304. Bean: Okay.. (Pause)

  305. Conrad: Ziehen-Aussteigen.

  306. Bean: Okay. Kabinenluftrückführung – Aussteigen.

  307. Conrad: Kabinenluftrückführung auf Aussteigen.

  308. Bean: Und kontrollieren, ob das Anzugkreislauf-Überdruckventil auf AUTONASAAUTOAutomatic steht.

  309. Conrad: Anzugkreislauf-Überdruckventil steht auf AUTONASAAUTOAutomatic.

  310. Bean: Okay. Das OPSNASAOPSOxygen Purge System anschließen.

  311. Conrad: Okay. (Pause) Sekunde. (Pause) Hier ist dein Schlauch. Ich knöpfe die Lasche zu bei dir.

  312. Bean: Gut. (lange Pause)

  313. Conrad: Wenn du dich jetzt so herum drehst, komme ich an deine andere Seite.

  314. Bean: Moment. (lange Pause) Okay. Drehe mich nach rechts. (Pause) Besser? (Pause)

  315. Conrad: (nicht zu verstehen)

  316. Bean: (nicht zu verstehen) so rum. (Pause)

  317. Conrad: Vorsichtig. Gut. Hauptalarm

  318. Astronauten: und Warnleuchte für Wasserabscheider und die ECSNASAECSEnvironmental Control System-Warnleuchte.

  319. Bean: Genau die wollten wir.

  320. Conrad: Jup. Okay. So, ich mach das jetzt. Wo willst du hin?

  321. Bean: Nur etwas weiter runter. (Pause)

  322. Conrad: Warum kriege ich das nicht zugedrückt? Ich kann nichts sehen, das ist(Pause) Okay, die Druckknöpfe sind alle zu. Okay?

  323. Bean: Okay. (Pause)

  324. Den vorangegangenen Dialog interpretiere ich so, dass Pete bei Al den OPSNASAOPSOxygen Purge System-Schlauch an der Seite des PLSSNASAPLSSPortable Life Support System festgemacht hat. Die nächsten Zeilen sind etwas schwieriger mit der Checkliste (SUR-70) abzugleich. Aber man kann davon ausgehen, dass Pete bei Al das Absperrventil für den Anzug auf Anzug Getrennt gestellt, den Schlauch der LMNASALMLunar Module-Sauerstoffversorgung abgezogen und den Sauerstoffschlauch vom OPSNASAOPSOxygen Purge System am Anzug angeschlossen hat.

  325. Conrad: In Ordnung. Willst duOh, Moment, schnell noch was anderes. Alles klar. Ich habe deinen OPSNASAOPSOxygen Purge System-Schlauch am PLSSNASAPLSSPortable Life Support System festgemacht.

  326. Bean: Okay. Hast du das Ding ordentlich zurechtgerückt?

  327. Conrad: Ja. Das ist

  328. Bean: Jetzt bist du dran.

  329. Conrad: Okay.

  330. Bean: Und dann müssen wir noch die beiden Auslassventile einsetzen.

  331. Conrad: Ja, ich habe die Ventile schon hier.

  332. Bean: Okay.

  333. Conrad: Lass uns zuerst bei dir fertig werden.

  334. Bean: Okay. (lange Pause)

  335. Möglich ist auch, dass Pete hier mit den Schläuchen bei Al beschäftigt ist.

  336. Bean: (nicht zu verstehen) das machst?

  337. Conrad: Jawohl, Sir.

  338. Bean: Okay.

  339. Conrad: Ist gesichert und überprüft.

  340. Bean: Okay. Ich kontrolliere bei dir. Deins ist drin. Und jetzt trenne ich dich von deinen Anzug-Schläuchen (für die Versorgung vom LMNASALMLunar Module).

  341. Conrad: Okay.

  342. Bean: Du bist Getrennt. (Pause) Okay, in Ordnung. (Pause)

  343. Wahrscheinlich hat Al gerade das Absperrventil für den Anzug bei Pete auf Anzug Getrennt gestellt.

  344. Conrad: Das wäre einfacher, wenn du

  345. Bean: Okay. Stecke diesen rein. (lange Pause)

  346. Conrad: Ist nicht drin. Du musst das machen, ich kann nichts sehen.

  347. Bean: Ich mach es. (Pause) Okay. Was du jetzt machen musst

  348. Conrad: Auslassventil.

  349. Bean: Okay. Fange an und drehe es mitUnd dann gegenläufig. Gut. (Pause) Das ist gesichert und das ist gesichert. Wenn ich schon mal hier unten bin, mach ich nochIst zu. Gesichert.

  350. Conrad: Okay.

  351. Bean: Das war's.

  352. Conrad: Die Schläuche noch unter die Lasche, heh? Lass mich bei dir alle kontrollieren. 1, 2.

  353. Bean: Okay.

  354. Conrad: Sperre ist drin, Sperre ist drin, Sperre ist drin und die Sperre ist drin. Okay. Alles in Ordnung. (Pause)

  355. Jeder Anschlussring hat eine zusätzliche Verschlusssperre, die ein unabsichtliches Öffnen verhindert.

  356. Bean: Überprüfen, ob das PLSSNASAPLSSPortable Life Support System in der Mitte und der richtigen Höhe hängt.

  357. Conrad: Ja.

  358. Bean: In Ordnung bei mir. Okay. Trinken (Wasserspender, Foto: Mick Hyde) und dann DESNASADESDescent Stage H2O (VLVNASAVLVValve) – Geschlossen.

  359. Conrad: Okay. (lange Pause) Okay. (lange Pause)

  360. Sie sind jetzt in der rechten Spalte auf SUR-70 und beginnen den Abschnitt Helm aufsetzen/Handschuhe anziehen. Ab hier wird es wieder einfacher, der Checkliste zu folgen.

  361. Bean: Und H2O ist Geschlossen.

  362. Conrad: Okay.

  363. Bean: Mikros in Position bringen.

  364. Conrad: Okay.

  365. Bean: Gebläse im PLSSNASAPLSSPortable Life Support System – An.

  366. Conrad: An.

  367. Bean: (Warn-)Anzeige für Belüftung (verschwindet in einer Minute). Helme aufsetzen, danach die Visiere.

  368. Conrad: Okay. (Pause)

  369. Bean: Das ist deiner.

  370. Conrad: Okay.

  371. Bean: Halt das. (lange Pause)

  372. Conrad: Alles klar. (lange Pause, das Klacken des Helmverschlusses ist zu hören) Das war's.

  373. Bean: Helm ist geschlossen. (lange Pause, Klack-Geräusche)

  374. Conrad: Das klang ganz gut.

  375. Bean: Jup.

  376. Conrad: Und dein Helm ist verschlossen.

  377. Bean: Okay.

  378. Conrad: Halt still, dann setze ich dir das (die LEVANASALEVALunar Extravehicular Visor Assembly) auch gleich auf.

  379. Bean: In Ordnung. Heute ist es etwas kühler hier drin. Hier kommt noch ein Schwung kaltes Wasser durch die LCGNASALCGLiquid Cooled Garment.

  380. Wie schon zur Vorbereitung auf EVA-1NASAEVAExtravehicular Activity lassen sie zur Abkühlung die LCGNASALCGLiquid Cooled Garment-Pumpe im ECSNASAECSEnvironmental Control System laufen, bevor die Schläuche für die Kühlwasserversorgung vom LMNASALMLunar Module gleich gelöst werden. Das Kühlsystem im PLSSNASAPLSSPortable Life Support System können sie erst einschalten, wenn die Luke geöffnet ist und bis dahin soll es im Anzug nicht zu warm werden.

  381. Conrad: Okay. (Pause) Okay. Eine LEVANASALEVALunar Extravehicular Visor Assembly sitzt.

  382. Bean: Warte mal kurz.

  383. Conrad: (nicht zu verstehen) zuerst, lass mich hinten noch alles ganz runterklappen. Okay, Laschen.

  384. Bean: Okay. Das war's.

  385. Gibson: Intrepid, Houston.

  386. Bean: (nicht zu verstehen)

  387. Conrad: Kommen, Houston.

  388. Gibson: Nachdem wir das Fernsehbild gesehen haben, bleibt die Kamera besser ausgeschaltet. Lasst also den Sicherungsschalter offen und stellt bitte die Modulation beim S-Band auf PMNASAPMPhase Modulation. (Paneel 12)

  389. Bean: Okay. Machen wir gleich. (Pause)

  390. Bean: (zu Pete) Okay. Hoch. Okay, Pete. Schau nach oben.

  391. Conrad: Es tut mir wirklich leid, dass die Fernsehkamera nicht funktioniert. Wie Intrepid und Surveyor hier zusammen an dem Krater stehen, ist wirklich ein schönes Bild.

  392. Gibson: Verstanden, Pete. Wir sind gespannt auf die Fotos. (Pause)

  393. Bean: Okay, heb dein PLSSNASAPLSSPortable Life Support System an.

  394. Conrad: Okay.

  395. Bean: Okay. Alles zugeknöpft bei dir.

  396. Conrad: Sehr schön.

  397. Bean: Okay. Nächstes.

  398. Conrad: Okay. Hier ist ein Paar Handschuhe für dich.

  399. Bean: Okay. Gebläse im PLSSNASAPLSSPortable Life Support System – An, Helm und Visiereinheit aufsetzen. Okay. (CB(16)NASACB(16)Circuit Breaker (Panel 16) ECSNASAECSEnvironmental Control System) LCGNASALCGLiquid Cooled Garment-Pumpe – Offen. (Paneel 16) Okay. Hiermit erledigt.

  400. Conrad: Okay. Und du möchtest sicher gleich noch TVNASATVTelevision und S-Band umstellen.

  401. Bean: Okay. TVNASATVTelevision ist natürlich noch draußen. (zu Gibson) Okay. Wir stellen jetzt auf PMNASAPMPhase Modulation, Houston. (Paneel 12)

  402. Gibson: Verstanden.

  403. Bean: Hier ist PMNASAPMPhase Modulation und (nicht zu verstehen) (H2O-)Schlauch vom LMNASALMLunar Module abziehen, H2O-Schlauch vom PLSSNASAPLSSPortable Life Support System anschließen und Schläuche vom LM verstauen. (Pause) Okay. (Pause) Ich drehe mich um, Pete.

  404. Conrad: Okay. Und meine Schläuche (für Kühlwasser vom LMNASALMLunar Module) sind ab. Wieso haben wir unsere Handschuhe noch nicht an?

  405. Weil die Feinmotorik dann sehr eingeschränkt ist, werden die Handschuhe erst kurz vor der Kabinendekompression angezogen.

  406. Bean: (nicht zu verstehen) zuerst machen.

  407. Conrad: Okay. Gut. Ich kann nur die Checkliste nicht sehen. (Pause) Dann kannst du jetzt alles schön reinstecken hier (die PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Schläuche anschließen.)

  408. Bean: Okay. (lange Pause)

  409. Conrad: Okay. Das Wasser vom PLSSNASAPLSSPortable Life Support System ist angeschlossen bei mir.

  410. Bean: Okay. Ich drehe mich um.

  411. Conrad: Okay. Und ich kümmere mich um die Schläuche.

  412. Die Schläuche für das Kühlwasser vom LMNASALMLunar Module werden in Halter gesteckt, die sich an der Wand hinter Al befinden. Hier ein Foto aus der LM-Kabine von Apollo 16, entstanden bei der Abschlussinspektion vor dem Start.

  413. Bean: Okay. Leg deine zurecht und gib sie mir, dann stecke ich sie rein.

  414. Conrad: Okay. Hoch und drüber.

  415. Bean: Okay.

  416. Conrad: Dreh dich ganz langsam um. (Pause) Warte mal, ich muss hier rüber (nicht zu verstehen). Gehe rüber. (lange Pause) Wo hänge ich fest?

  417. Bean: Weiß ich nicht, lass mich nachschauen. Sieht gut aus.

  418. Conrad: Irgendwie kann ich nicht weiter rein.

  419. Bean: Komm etwas mehr zu mir.

  420. Conrad: Egal, dann mach ich es so.

  421. Bean: In Ordnung. Du bist an den Flugunterlagen hängen geblieben.

  422. Die Flugunterlagen befinden sich hinter Petes Station an der linken Schottwand, über dem Fach, in dem sein PLSSNASAPLSSPortable Life Support System untergebracht war. Das Bild hat Frank O'Brien im LMNASALMLunar Module-Simulator des Cradle of Aviation Museum fotografiert.

  423. Conrad: Klappt eigentlich viel besser. Hätte ich gestern auch so machen sollen. Wie sieht das aus?

  424. Bean: Bestens.

  425. Conrad: Okay, ist etwas beschlagen. Hier ist ein Paar Handschuhe für dich.

  426. Bean: Ich nehme mir die Checkliste wieder.

  427. Conrad: Okay. (Pause)

  428. Bean: Folgendes kontrollieren: Helme und Visiereinheiten – Geschlossen & Ausgerichtet.

  429. Conrad: Bei dir ist alles in Ordnung.

  430. Bean: Okay, bei dir ist alles geschlossen und gerichtet. (Pause) Rumpfgurtband – Eingestellt.

  431. Conrad: Ich sehe, dass bei dir alles geschlossen ist. Ich kann es sehen. Alles in Ordnung (bei dir).

  432. Bean: Okay.

  433. Conrad: Okay, Rumpfgurt.

  434. Bean: Meiner ist okay.

  435. Conrad: Meiner ist auch okay.

  436. Bean: Okay. Die O2-Anschlüsse. Lass mich zuerst bei dir alles überprüfen, dann kannst du bei mir alle anschauen. (Pause) Die sind vertikal (nicht zu verstehen) gesperrt. COMMNASACOMMCommunications(-Stecker) ist gesichert, jetzt schau ich nach dem Wasser. (Pause) Wasser ist gesichert. Alle gesichert.

  437. Conrad: Okay, bei dir ist alles in Ordnung. Ich bin schon ein paar Mal dran gewesen, jede Sperre

  438. Bean: Beim Wasser alles in Ordnung?

  439. Conrad: Und ich kontrolliere das Wasser bei dir. Es ist drin, es ist gesichert, Stifte stecken.

  440. Bean: Okay. Auslassventile sind alle eingesetzt. Okay, EVNASAEVExtravehicular-Handschuhe anziehen und schließen.

  441. Conrad: Okay, hier ist ein Paar für dich. (Pause)

  442. Bean: Danke.

  443. Unterbrechung des Funkverkehrs.

    Jetzt geht es auf SUR-71 weiter.

  444. Conrad: Verflixt.

  445. Bean: Mein Rechter will auch nicht. Ich mach ihn noch mal ab. (lange Pause)

  446. Die Handschuhe anzuziehen, war gar nicht so einfach. Sie ließen sich zwar leicht in den Anschluss schieben, aber der Verschlussring hatte es in sich. Dafür musste man mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand zwei weit auseinanderliegende Reiter in Richtung Handschuhfinger ziehen und den Verschlussring drehen. Danach wurde die Sicherung reingedrückt. Hier ein Bild vom rechten Verschlussring am Anzug von Ed Mitchell, aufgenommen im National Air and Space Museum (Foto: Ulli Lotzmann, Amanda Young und Bill Ayrey).

  447. Conrad: Weiß nie, ob er drin ist oder nicht.

  448. Bean: (zeigt seinen Handschuh) Pete? (Pause)

  449. Conrad: Passt.

  450. Bean: (zu Pete) Zieh den mal runter (für mich). (Pause) Sekunde. (Pause)

  451. Conrad: Warum überlässt du das nicht mir?

  452. Bean: Okay. (Pause)

  453. Conrad: Alles klar. (lange Pause) Was ist los?

  454. Bean: Dasdas(Pause)

  455. Conrad: So, fertig. Jetzt kannst du. Drück den Knopf (für die Verschlusssicherung) rein.

  456. Bean: Ein bisschen weiter reindrehen.

  457. Conrad: Heh?

  458. Bean: Du musst es so machen. (Pause)

  459. Conrad: Der Linke klemmt.

  460. Bean: Will er nicht? Doch. Ich kann nicht, wenn dein(Pause)

  461. Conrad: (nicht zu verstehen) drin?

  462. Bean: (nicht zu verstehen) (Pause)

  463. Conrad: Das versagt nicht, oder? Gerade wenn man am wenigsten will, dass etwas klemmt (nicht zu verstehen) es (die Innenseite des Helms) fängt an, zu beschlagen. So, lass mich sehen.

  464. Bean: Hab es.

  465. Conrad: (nicht zu verstehen) Handschuh ist da raus.

  466. Bean: Alles in Ordnung. (Pause) Kannst du den Verschluss sehen?

  467. Conrad: Okay. Überprüfe meinen. (Pause)

  468. Bean: Ich kann es nicht sehen. (nicht zu verstehen) Ist gesichert. Zeig den. (Pause) Ist gesichert. (lange Pause)

  469. Bean: Verteiler(ventil am PLSSNASAPLSSPortable Life Support System) steht auf MINNASAMINMinimum. (nicht zu verstehen) (LCGNASALCGLiquid Cooled Garment-)Pumpe (im PLSSNASAPLSSPortable Life Support System) einschalten. (lange Pause)

  470. Conrad: Verschlusssicherung kontrollieren. (lange Pause) (nicht zu verstehen) das Ding festziehen.

  471. Bean: Okay. (Pause)

  472. Conrad: Gesichert?

  473. Bean: Ja, Sir. (Pause) PLSSNASAPLSSPortable Life Support System VerteilerMINNASAMINMinimum. PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Pumpe( – Ein, damit Wasser durch die LCGNASALCGLiquid Cooled Garment zirkuliert).

  474. Conrad: Meine Pumpe läuft und es fängt langsam an, sich festzusaugen. Stellen wir die Kabine auf Aussteigen (Druckregulatoren A & B – Aussteigen).

  475. Da sie den Helm aufgesetzt und die Handschuhe angezogen haben, ist der Anzug hermetisch verschlossen. Durch Abatmen des Sauerstoffs verringert sich der Druck im Inneren gegenüber dem Kabinendruck und der Anzug wird enger.

  476. Bean: Okay.

  477. Conrad: Druck(regulatoren A & B).

  478. Bean: Kommst du ran?

  479. Conrad: Aussteigen.

  480. Astronauten: (nicht zu verstehen)

  481. Bean: Aussteigen.

  482. Conrad: Okay. Der Müllbeutel ist fertig. Das LHSSCNASALHSSCLeft-hand Side Stowage Compartment ist ab (SUR-67). Darin sind (laut SUR-71 verbrauchte) PLSSNASAPLSSPortable Life Support System-Batterien, LiNASALiOHLithiumhydroxid(OH)-Kartuschen,(Essensreste und Urinbeutel.)

  483. Bean: Auch die anderen Sachen?

  484. Conrad: Ja.

  485. Bean: ETBNASAETBEquipment Transfer Bag auf Triebwerksabdeckung legen.

  486. Conrad: Wo ist er? (Pause)

  487. Bean: Hier.

  488. Conrad: Okay.

  489. Bean: Alles klar.

  490. Conrad: (nicht zu verstehen), hab ihn.

  491. Bean: Okay.

  492. Conrad: Dreh dich um.

  493. Bean: Okay.

  494. Conrad: Tu ihn dabei zurück auf die Triebwerksabdeckung.

  495. Bean: Keine Hektik. Lass mich meine CBNASACBCircuit Breaker(nicht zu verstehen, weil Pete spricht)

  496. Als Nächstes überprüfen sie die Stellung der Sicherungsschalter auf beiden Seiten der Kabine. Dabei spricht Pete sich selber durch die Konfiguration auf seinem Paneel CB(11)NASACB(11)Circuit Breaker (Panel 11), indem er sie mit einem Schema auf SUR-22 abgleicht. Er beginnt mit der unteren Reihe. Die Nummern rechts bezeichnen die Anzahl der offenen Schalter. Weil Pete nicht alle Schalter oder Schaltergruppen ausdrücklich benennt, ist es etwas schwierig, ihm zu folgen. Sein anfängliches Einer drin, einer draußen ergibt nur dann einen Sinn, wenn er bei der untersten Reihe von rechts beginnt. Al kontrolliert seine Schalter und das Schema für CB(16)NASACB(16)Circuit Breaker (Panel 16) steht auf SUR-23.

  497. Conrad: Bin schnell durch mit meinen CBsNASACBcircuit breaker. (Pause) Reihe 1: Einer drin, einer draußen. (Überspringt ASCNASAASCAscent ECANASAECAElectrical Control Assembly.) Einer draußen, drei drin, einer draußen. Die sind alle drin (links bei der untersten Reihe und der zweiten von unten). (Pause, während er die zweite Reihe von unten von links nach rechts durchgeht.) (Anzug-)Gebläse 1 (mit einem Stern markiert) ist draußen, Kabinenlüfter 1 ist draußen. Glykol AUTONASAAUTOAutomatic TRNFRNASATRNFRTransfer sind alle drin. (Danach sind drei ) draußen. (Überspringt die zwei geschlossenen PGNSNASAPGNSPrimary Guidance and Navigation System-Sicherungen.) Und draußen (rechtes Ende der zweiten Reihe von unten). (Jetzt die mittlere Reihe wieder von rechts) Zwei drin. Alle draußen bis zum (geschlossenen) Signalwandler 1. Die nächsten vier sind draußen. (nicht zu verstehen) STBYNASASTBYStandby (drin. Und die letzte Sicherung am linken Ende der mittleren Reihe ist) draußen. (In der zweiten Reihe von oben sind) alle draußen bis auf Missionsuhr. Hey, diese Schutzblenden sind eine gute Sache.

  498. Bei Apollo 11 hatte Buzz mit seinem PLSSNASAPLSSPortable Life Support System versehentlich einen Sicherungsschalter abgebrochen. Um zu verhindern, dass Schalter abgebrochen oder unabsichtlich gedrückt werden, sind bei Apollo 12 Schutzblenden unter den Schalterreihen angebracht worden. Ein Vergleich der Schalterpaneele 11 [CB(11)NASACB(11)Circuit Breaker (Panel 11)] in Eagle und Intrepid veranschaulicht die Modifikationen. Lediglich der Schalterschutz in Reihe A scheint unverändert.

  499. Conrad: Drei draußen (nicht zu verstehen). Okay, das war's.

  500. Bean: Okay. Hier auch. Alles, wie es sein soll.

  501. Conrad: Fertig für den Drucktest.

  502. Sie überprüfen die Druckdichtigkeit der Anzüge. Damit beginnen sie die rechte Spalte auf SUR-71.

  503. Bean: Okay. PLSSNASAPLSSPortable Life Support System O2 – An. (Pause)

  504. Conrad: Ja. Oh, Mann, schon viel besser! (Der Anzug bläst sich langsam wieder auf und ist nicht mehr so eng.) (Pause) Habe bei O2 eine O-Warnung, O-Warnung bei Druck.

  505. Bean: Druckaufbau ist gut. (lange Pause)

  506. Gordon: Hallo Houston, Yankee Clipper.

  507. Gibson: Yankee Clipper, Houston. Wir hören dich laut und deutlich. Guten Morgen.

  508. Gordon: Ah, Guten Morgen. (nicht zu verstehen) Yankee Clipper. (nicht zu verstehen), die Batterien laden

  509. Conrad: Steigt an. (Pause)

  510. Gordon: die Besatzung ist bereit und Yankee Clipper meldet sich zum Dienst, Sir.

  511. Gibson: Verstanden, Dick. Deine zwei Kollegen sind schon voll dabei. Sie steigen gleich aus. Ungefähr sind sie voraus und haben es ziemlich eilig, vor die Tür zu kommen.

  512. Gordon: Hervorragend.

  513. Der Rest der Unterhaltung zwischen Gibson und Gordon ist hier ausgelassen.

  514. Bean: Mach ich.

  515. Conrad: Okay.

  516. Bean: Aus irgendeinem Grund reguliert meiner bei 3,9 (psi bzw. 0,27 bar).

  517. Normalerweise wir der Druck im Anzug eher auf 3,8 psi (0,26 bar) geregelt. Der Toleranzbereich dafür liegt allerdings zwischen 3,7 und 4,0 psi (0,25 und 0,28 bar) und daher ist es kein Problem, nur etwas eigenartig.

  518. Conrad: Ich muss jetzt das O2 abstellen bei mir (für den Test auf Druckdichtigkeit).

  519. Bean: Du bist so weit? (Pause)

  520. Conrad: Okay.

  521. Bean: Mal sehen, was es sagt.

  522. Conrad: Meins ist zu.

  523. Bean: Okay. Nehmen wir die Zeit. Wir stellen (den DETNASADETDigital Event Timer) zurück.

  524. Conrad: Stopp. (nicht zu verstehen), danke.

  525. Bean: (nicht zu verstehen) (lange Pause)

  526. Sie haben die Sauerstoffversorgung für den Moment wieder abgestellt und beobachten, wir schnell sich der Druck durch Abatmen und winzige Undichtigkeiten verringert. Ein Druckabfall von mehr als 0,3 psi (0,02 bar) pro Minute wäre ein Indiz für ein Leck im Anzug. Normalerweise fällt der Druck zwischen 0,1 und 0,2 psi (0,007 und 0,014 bar) pro Minute. Bei späteren Missionen geben die Astronauten nur noch den Anfangsdruck und die Abnahme an Houston weiter.

  527. Conrad: Okay, Houston. Bei den Drucktests sieht alles gut aus. Haben wir Grünes Licht für die EVANASAEVAExtravehicular Activity?

  528. Pogue: Bitte warten, Pete. (Pause) Ihr habt Grünes Licht für die EVANASAEVAExtravehicular Activity, Pete.

  529. Conrad: Okay, ich stelle mein OXNASAOXOxygen wieder an. (antwortet Pogue) Verstanden.

  530. Ed Gibson muss mit Dick Gordon im CSMNASACSMCommand and Service Modules sprechen und darum ist William Poge in der Zwischenzeit als CapComNASACapComCapsule Communicator für das LMNASALMLunar Module eingesprungen.

  531. Bean: Okay. Was machst du jetzt?

  532. Conrad: Meinen Sauerstoff wieder anstellen.

  533. Bean: Okay. Ich auch. (Pause)

  534. Conrad: Mein Sauerstoff ist wieder an. (Pause) Da habe ich auch den Warnton und ein O (als Warnanzeige für O2, beides war erwartet). Alles in Ordnung.

  535. Weiter auf SUR-72.

  536. Bean: (Grünes Licht für EVANASAEVAExtravehicular Activity) Bestätigt. Okay, Ventil zur Kabinendruckwiederherstellung – Schließen.

  537. Conrad: Okay. Ich mach das.

  538. Pete kommt leichter heran, da sich die Ventilschalter für das ECSNASAECSEnvironmental Control System hinter Al befinden und er sich umdrehen müsste.

  539. Bean: Okay.

  540. Conrad: Ventil zur Kabinendruckwiederherstellung, Geschlossen.

  541. Bean: Okay.

  542. Conrad: Moment, noch nicht ganz. Okay, Geschlossen. Was jetzt?

  543. Bean: Okay. Ich senke jetzt den (Kabinen-)Druck durch das vordere Dekompressionsventil. (Pause) Darf ich mal?

  544. Conrad: Irgendwo hast du festgehangen. Alles klar bei dir?

  545. Bean: Nicht gerade viel Platz.

  546. Conrad: Jup. (lange Pause) Okay, 4 (psi bzw. 0,28 bar)(psi bzw. 0,24 bar). Da sind wir. (Pause) Okay.

  547. Der normale Kabinendruck liegt bei 4,6 psi (0,32). Sie haben jetzt das Dekompressionsventil geöffnet und senken den Druck bis auf 3,5 psi (0,24). Dann wird das Ventil wieder geschlossen, um die Reaktionen des Druckregulators am Anzug und des ECSNASAECSEnvironmental Control System zu beobachten.

    Abbildung 7-4 im Vorläufigen wissenschaftlichen Bericht zu Apollo 12 (Apollo 12 Preliminary Science Report) zeigt, wie der entweichende Sauerstoff vom CCIGNASACCIGCold Cathode Ion Gauge Experiment gemessen wurde. Dieses Experiment hatten Pete und Al mit dem ALSEPNASAALSEPApollo Lunar Surface Experiments Package bei EVA-1NASAEVAExtravehicular Activity eingerichtet. Ähnliche Instrumente haben bei Apollo 14 und Apollo 15 noch genauer gemessen, sodass sogar die Absenkung auf 3,5 psi und die anschließende volle Kabinendekompression unterschieden werden konnten.

  548. Bean: Okay. 3,5 (psi bzw. 0,24 bar). Überprüfen, dass Druckmesser am Anzug nicht unter 4,8 (psi bzw. 0,33 bar) fällt.

  549. Conrad: Okay, der (LMNASALMLunar Module-ECSNASAECSEnvironmental Control System-)Anzugkreislauf (Räuspern) hat 4,1 (psi bzw. 0,28 bar),

  550. Bean: Meiner hat 4,8 (psi bzw. 0,33 bar).

  551. Conrad: mein Druckmesser zeigt 4,95 (psi bzw. 0,34 bar) an.

  552. Bean: Okay, Kabine bei 3,5 (psi bzw. 0,24 bar).

  553. Conrad: Ist der Fall?

  554. Bean: Ja. LMNASALMLunar Module-Anzugkreislauf 3,6 bis 4,3 (psi bzw. 0,25 bis 0,3 bar)?

  555. Conrad: Ist der Fall.

  556. Bean: PGANASAPGAPressure Garment Assembly > 4,8 (psi bzw. 0,33 bar)?

  557. Conrad: Und fallend.

  558. Bean: Sieht gut aus.

  559. Conrad: Weiter.

  560. Bean: Starte deine Uhr.

  561. Conrad: Da lassen wir die Uhren laufen. Er sagt es an. Also haben wir die Uhren mit der Kabinendekompression gestartet.

    Wahrscheinlich nutzen sie die Stoppuhrfunktion, um die EVANASAEVAExtravehicular Activity-Zeit anzuzeigen. Siehe auch die Kommentare nach .

  562. Conrad: Okay. (Pause)

  563. Bean: Läuft sie?

  564. Conrad: Ja.

  565. Bean: Vorderes Dekompressionsventil – Offen

  566. Conrad: Ist Offen.

  567. Bean: Sinkt, Pete. (lange Pause)

  568. Conrad: Hat sich was geöffnet?

  569. Bean: Nein, diese kleine (nicht zu verstehen) Kappe abgegangen. (Pause)

  570. Conrad: Kabine bei 1 Pfund (pro Quadratzoll bzw. 0,07 bar).

  571. Bean: Okay. (lange Pause)

  572. Conrad: Bei mir sind es 5,0 (psi bzw. 0,34 bar), beim Anzugkreislauf 4,0 (psi bzw. 0,28 bar) und die Kabine hat ein halbes. Ungefähr 0,6 (psi bzw. 0,04 bar).

  573. Bean: Okay. (lange Pause)

  574. Ab einem Druck von nur noch 0,2 psi (0,013 bar) kann die Luke geöffnet werden. Liegt er über 0,35 psi (0,024 bar) und man zieht kräftig genug, bricht der Griff, jedoch ohne die Luke zu öffnen oder zu beschädigen.

    Ed Gibson spricht immer noch mit Dick Gordon im CSMNASACSMCommand and Service Modules.

  575. Pogue: Bei uns hier unten sieht alles gut aus, Pete.

  576. Conrad: Verstanden. Hier oben auch. (zu Al) Okay, hier kommt eine H2O-Warnung. Bei dir auch?

  577. Bean: Jup, in dem Moment. (nicht zu verstehen)

  578. Der Kabinendruck ist niedrig genug für den Sublimator, aber das Brauchwasser dafür ist noch nicht eingeschaltet und Sensoren im PLSSNASAPLSSPortable Life Support System reagieren darauf.

  579. Conrad: Okay, Kabine noch bei 2½, meine 0,25 (psi bzw. 0,017 bar), Al.

  580. Bean: Okay.

  581. Conrad: Warten wir einfach noch eine Weile.

  582. Bean: Okay. (lange Pause)

  583. Conrad: Mein Anzug hat immer noch 4,9 (psi bzw. 0,34 bar). Rüttel doch schon mal etwas (am Lukengriff) und dann sehen wir (ob sie sich öffnen lässt).

  584. Bean: Okay.

  585. Conrad: Entlüftet wahrscheinlich immer noch. In Ordnung, warte noch etwas. Warte noch

  586. Bean: Ja. Noch ein bisschen.

  587. Conrad: Der Druck in den Anzügen nimmt auch ab. Siehst du? (lange Pause) Hält jetzt bei 0,2 (psi bzw. 0,014 bar). Jetzt rüttel noch mal.

  588. Bean: Okay. Könnte klappen, Pete. (Pause)

  589. Conrad: (nicht zu verstehen)

  590. Bean: Hab sie. (Pause) Okay. Du hältst sie auf.

  591. Conrad: (lachend) Das ganze Zeug pfeift zur Tür raus.

  592. Jones: Zählt das als Zeug?

    Bean: Nein. Ich denke, das war Zeug Zeug (und kein geologisches Material).

  593. Bean: Ich halte sie.

  594. Conrad: Hab sie auf.

  595. Bean: Du hast sie?

  596. Conrad: Ja. (Pause)

  597. Bean: Sekunde. Hatte den Fuß daneben.

  598. Conrad: In Ordnung. Gut so.

  599. Bean: Okay. Jetzt muss ich das Dekompressionsventil auf AUTONASAAUTOAutomatic stellen. (Pause) Dekompressionsventil auf AUTONASAAUTOAutomatic

  600. Steht der Ventilhebel auf Position AUTONASAAUTOAutomatic, können sie das Ventil im Notfall auch von außen öffnen.

  601. Conrad: Mein Brauchwasser (für den Sublimator) läuft.

  602. Bean: Okay. Steht dieses Dekompressionsventil auf AUTONASAAUTOAutomatic?

  603. Conrad: Ich schau mal. Kann nichts sehen. Jawohl, Sir. Sieht ganz danach aus.

  604. Bean: Okay. Lass uns die Tür so offen halten. (Ich) stelle mein Brauchwasser an.

  605. Conrad: Okay. (lange Pause) Warum schmeißen wir nicht schon mal die Sachen raus, während wir hier rumstehen? Geh einfach ganz nach hinten in deine Ecke.

  606. Bean: Noch einen Moment, Pete. Warte, bis der Anzugdruck etwas weiter unten ist.

  607. Sich im Anzug zu bewegen, ist auch bei nur 3,8 psi (0,26 bar) schon schwer genug. Als sich der Kabinendruck verringerte, konnten die Überdruckventile der Anzüge nicht Schritt halten und der relative Druck stieg bis auf etwa 5 psi (0,34 bar). Inzwischen ist er vielleicht auf 4,5 psi (0,31 bar) gesunken, aber trotzdem ist der Anzug noch äußerst steif.

  608. Conrad: Klar. (Pause) In Ordnung, lass ihn (den Müllbeutel) einfach, wo er ist. Was willst du?

  609. Bean: (nicht zu verstehen)

  610. Conrad: (nicht zu verstehen)

  611. Bean: Lege es hier hin.

  612. Conrad: Warum steckst du es (eventuell die Stichwortkarte) nicht in den Spalt hieroder besser, steck es in diesen Spalt da.

  613. Bean: Da ist ein guter Platz.

  614. Conrad: Auch gut!

  615. Bean: Ja.

  616. Conrad: (nicht zu verstehen) Ich schaffe die Sachen schon mal raus hier. (Pause)

  617. Bean: Eine Minute. (Pause)

  618. Conrad: Könntest du mal hingreifen, ob das Wasser bei mir auch ganz auf ist?

  619. Bean: Okay. Du musst dich drehen.

  620. Conrad: Okay.

  621. Bean: Nimm deinen Arm weg.

  622. Conrad: Ja, Moment. (Pause)

  623. Bean: Dreh dich noch etwas weiter, bitte.

  624. Conrad: Okay.

  625. Bean: Warte, warte.

  626. Conrad: Das Ausgasen (Al lacht). (Pause)

  627. Bean: Es ist ganz auf.

  628. Conrad: Okay. Meine Warnanzeige für Wasser ist weg! Mit meinem Kocher ist alles in Ordnung.

  629. Bean: Meine noch nicht.

  630. Conrad: Okay. Jetzt. Ich will den Beutel hier loswerden. (Pause) Geh etwas zurück.

  631. Conrad: Wir schmeißen den Müll raus. Man schubst ihn einfach (mit dem Fuß). Es braucht nicht viel, nur dass er runterfällt. Wir haben nur 1/6 g. Ein kleiner Schubs, und er fliegt direkt durch die Luke.

  632. Bean: Die Statuskontrolle des Warnsystems (für das ECSNASAECSEnvironmental Control System im LMNASALMLunar Module) ist in Ordnung.

  633. Hier meint Al den Schritt CWEANASACWEACaution and Warning Electronics Assembly Status: in der rechten Spalte auf SUR-72. Auf Paneel 1 leuchtet ASCNASAASCAscent PRESSNASAPRESSPressure auf und auf Paneel 2 die Warnlichter PREAMPSNASAPREAMPPreamplifier, ECSNASAECSEnvironmental Control System und H2O SEPNASASEPSeparator COMPNASACOMPComponent.

  634. Conrad: Gut. (lange Pause) Raus damit.

  635. Bean: Ist er unten?

  636. Conrad: Nein, liegt vorne auf der Plattform (nicht zu verstehen). Mein Anzug(druck) ist noch ziemlich hoch: 4,3 (psi bzw. 0,3 bar).

  637. Die Plattform ist zu sehen, wenn man sich einfach etwas zurücklehnt.